Konzert für Wald, Wiese, Geige und ...
improvisierte Musik, Naturklänge und Klangnatur
Auf der Suche nach dem Ursprünglischen, Natürlichen
begeben sich die Musiker im Konzert für Wald, Wiese, Geige und ... gemeinsam mit dem Publikum auf
Entdeckungsreise.
Am Anfang treten die Musiker in einen Dialog durch das Nachahmen von Geräuschen
auf ihren Instrumenten. Getragen von diesem Dialog entstehen improvisierte, zum Teil meditatieve Melodien. (Natur-)Geräusche aus der unmittelbaren Umgebung des Veranstaltungsortes werden via Mikrofon
von außen live eingebunden und liefern Impulse für die Improvisationen.
Die Separierung und Verstärkung soll eine Sensibilisierung für
die „einfachen“ Geräusche des Alltags und auch der Stille ermöglichen. Der experimentelle Charakter des Konzertes
drückt sich in den nicht vorhersagbaren von der Umgebung beigesteuerten Elementen aus.
Das Konzert für Wald, Wiese, Geige und ... :
Harmonisch improvisierte Musik versetzt den Zuhörer in ein Wechselbad der Gefühle. (Natur-) Geräusche
liefern Impulse für Improvisation und führen zu neuen Klangerlebnissen
zwischen Stille und Ekstase.
Das Konzet für Wald, Wiese, Geige und ... wurde für seine Premiere im Jahr 2010 speziell für Kirchen im ländlichen Raum entwickelt. Wichtiger musikalischer Partner ist dabei Achim Rinderle, Klarinette.
In der Weiterentwicklung präsentiert sich das Programm für viele weiter Orte, drinnen und draußen, an denen Umgebungsgeräusche spannende Impulse für musikalische Improvisationen liefern können.
Hintergrundgedanken
Der Klang der Natur, als ursprüngliche Quelle von Melodie - sprich Musik, ist uns heute nicht
mehr geläufig bzw. wird nicht mehr war genommen. Dauerbeschallung macht uns taub gegenüber
über den Geräuschen die weit vor dem Menschen präsent waren:
Wind, Vogelgesang,
das Knacksen der Bäume, das Summen der Insekten, das Rauschen der Blätter und vieles mehr.
Musik in der „zivilisierten“ Gesellschaft schließt all diese Faktoren aus. Weniger noch machen
wir uns Gedanken, wie Musik entstand und wo sie herkommt.
„Die Anfänge der Musik (nach Karl H. Wörner aus „Geschichte der Musik) wurden im Altertum
und im Mittelalter durch Mythen erklärt. Man glaubte, die Musik sei göttlicher Natur. Bei den
Naturvölkern gibt es mythische Vorstellungen, die Musik sei eine Himmelsgabe. Felsbilder belegen
die Funktion der Musik und des Tanzes im Bereich kultischer Handlungen.
Im Rahmen seiner Entwicklungstheorie erklärte
z.B. Charles Darwin, die Musik sei aus dem Tierlaut (Vogelstimme) und dessen Nachahmung
entstanden. Die Imitation erfolgte als Lock- und Liebesruf aus dem Geschlechtsempfinden.
Die
Musik (und ebenso Künste wie Plastik und Malerei) in ihrer Frühform hat Aufgaben innerhalb
übermusikalischer Zusammenhänge zu erfüllen. Die Musik kann auch mit magischen Vorstellungen
verknüpft sein...“
Was unsere Vorfahren vor mehr als 45.000 Jahren dazu brachte, zum ersten Mal bewusst einen
Ton zu erzeugen, wissen wir bis heute nicht. Eines ist jedoch sicher: seit es Menschen gibt,
existiert auch die Musik und sie entstand wahrscheinlich durch die Nachahmung von Naturgeräuschen.
Vielleicht war es der Wind, der durch das Schilf strich, das Sirren des Jagdbogens,
oder Vogelzwitschern, das unsere Vorfahren inspirierte Musik zu machen.
Achim Rinderle, freier Musiker seit
2001, ist als Klarinettist mit verschiedenen
Ensembles (u.a. „A Glezele Vayn“ ,
Duo „Rinderle-Csaranko“ , Duo „Fischerinde“)
schon seit vielen Jahren erfolgreich
unterwegs. Mit seinem Soloprogramm
„zenklarinette“ begibt er sich in
aller Bescheidenheit in die Fußstapfen
der großen Shakuhachi-Meister Japans.
Im Zen geht es vor allem um die totale
Hingabe an den Moment, egal wie alltäglich
dieser auch sein mag. So kann
man eine einzige Melodie immer wieder
mit derselben Freude und Begeisterung
spielen, als wäre es das erste Mal.
Genau diese Haltung macht auch die
Zen-Improvisationen Achim Rinderles
so besonders, denn er versteht es meisterlich,
seinen weit gefächerten musikalischen
Erfahrungsschatz als Klarinettist
auf eine kleine Auswahl an Tönen zu
beschränken und diesen eine Kraft zu
verleihen, die den Zuhörer tief berührt.
Es entsteht aus dem ewigen Spiel zwischen
Stille und Klang in immer neuen
Improvisationen etwas Neues. Das Magische
der Musik in seiner Reinform.
Johannes Paul Gräßer, ist Initiator dieses Projektes und ließ sich inspirieren durch die Vielfalt der natürlichen Musik, die er in ländlicher Umgebung immer wieder wahrgenommen hat. Er
versteht das Konzert für Wald, Wiese, Geige und ... als Möglichkeit, die scheinbare Einfachheit der Natur-Melodien und Alltagsgeräusche zu ergründen und als Grundlage für neue musikalische Impulse weiterzuentwickeln.
Folk